Spanien vs. Deutschland für Startups: Welcher Standort bietet mehr Wachstumspotenzial?
- AWANTGARDE
- 10. Nov.
- 9 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Nov.
Für viele Startups und Investoren ist die Standortwahl zu einer strategischen Kernfrage geworden. Deutschland und Spanien bieten stabile Rahmenbedingungen und Zugang zu Kapital, unterscheiden sich jedoch in Dynamik, Kosten und Innovationskultur.
Deutschland punktet mit industrieller Stärke und technologischer Innovationskraft. Spanien überzeugt als agiler Digitalstandort mit qualifiziertem Humankapital und wachsender Investorenlandschaft.
In diesem Beitrag vergleichen wir Spanien vs. Deutschland für Startups, beleuchten Branchenlage, rechtliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsstrukturen und geben praxisnahe Handlungsempfehlungen für Gründer.

Inhalt
Überblick: Gründungszahlen und Branchenlage – Spanien vs. Deutschland für Startups
Der Startup-Markt in Europa entwickelt sich dynamisch – und sowohl Deutschland als auch Spanien gehören noch zu den spannendsten Standorten für Gründer und Investoren. Ein Blick auf aktuelle Zahlen zeigt jedoch deutliche Unterschiede in Größe, Struktur und Wachstumstempo.
🇩🇪 Deutschland: Etablierter Markt mit stabiler Dynamik
Mit über 21.000 aktiven Startups (Stand 2025, Startupdetector) gehört Deutschland zu den größten und etabliertesten Gründungsstandorten Europas. Besonders stark vertreten sind die Regionen Berlin (18,8 %), NRW (18,7 %) und Bayern (15,0 %).
Branchen: Der Tech-Sektor dominiert mit 26,6 %, gefolgt von MedTech (10,6 %) und GreenTech.
Investitionen: 2024 flossen rund 7,4 Mrd. €, im ersten Halbjahr 2025 bereits 5,7 Mrd. €. Trotz leicht sinkender Deal-Zahlen steigen die Ticketgrößen – ein Hinweis auf anhaltendes Investorenvertrauen.
Gründerteams: Durchschnittlich 2,5 Mitglieder, davon 10 % reine Frauenteams.
Beschäftigung: Über 520.000 Arbeitsplätze, bei leicht sinkender durchschnittlicher Teamgröße.
Förderung: Etwa die Hälfte der Startups nutzt staatliche Programme.
Insolvenzen: Zwar steigt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen leicht, doch das Ökosystem bleibt insgesamt stabil.
🇪🇸 Spanien: Kleiner, aber deutlich schneller wachsend
Spaniens Startup-Szene wächst rasant. Über 5.000 aktive Startups (Stand 2025) zeigen die Dynamik des Marktes. Die Startup-Gesetzgebung von 2022 („Ley de Startups“) hat zusätzlichen Schub gebracht: Im ersten Halbjahr 2025 stieg die Zahl der Neugründungen um 38 %.
Cluster: Die größten Regionen sind Katalonien (18 %), Madrid (15 %), Valencia (9 %) und Andalusien (8 %).
Branchen: Besonders aktiv sind E-Commerce (16 %), Mobile/Apps (15,5 %) und B2B (11,7 %).
Investitionen: Laut BPS Channel Partner (10. Okt. 2025) flossen in den ersten neun Monaten 2025 rund 2,6 Mrd. € in 288 Startup-Deals, ein Wachstum von 15 % gegenüber 2024. Am stärksten finanziert wurde der Software-Sektor.
Beschäftigung: Fast 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen jährlich im Startup-Ökosystem (El Referente, 2024).
Insolvenzen: Trotz des Wachstums bleibt das Risiko hoch: 25 % der Startups überstehen das erste Jahr nicht, und fast 6 von 10 Unternehmen verfügen nicht über ein striktes Finanzcontrolling (La decadencia del emprendimiento en España).
Auf einen Blick: Deutschland vs. Spanien – zwei Wege zum Startup-Erfolg
🇩🇪 Deutschland
Über 21.000 aktive Startups (2025)
Starke Cluster: Berlin, NRW, Bayern
Branchenfokus: Tech, MedTech, GreenTech
Investitionen 2024: 7,4 Mrd. €
Beschäftigung: über 520.000 Arbeitsplätze
Insolvenzen: Leicht steigend, Ökosystem bleibt stabil
🇪🇸 Spanien
Rund 5.010 aktive Startups (2025)
Starke Cluster: Katalonien, Madrid, Valencia
Branchenfokus: E‑Commerce, Mobile/Apps, B2B
Investitionen 2025 bisher: 2,6 Mrd. € in 288 Deals
Beschäftigung: fast 100.000 neue Jobs/Jahr
Insolvenzen: 25 % überstehen das erste Jahr nicht, fast 6 von 10 ohne striktes Finanzcontrolling
👉Kurzfazit: Deutschland überzeugt durch Reife, Stabilität und Kapitalstärke – Spanien durch Tempo, Agilität und wachsende Dynamik. Für Gründer hängt die Wahl des Standorts daher weniger von der Größe des Ökosystems ab, sondern davon, welcher Standort die eigenen Wachstumspläne am besten unterstützt.
Gesellschaftsformen und Gründungskosten für Startups
Die Wahl der passenden Rechtsform ist einer der ersten strategischen Schritte bei der Unternehmensgründung. Gerade für Startups entscheiden rechtliche Struktur, Kapitalbedarf und Gründungskosten häufig über die Skalierbarkeit und Attraktivität für Investoren. Ein Blick auf die rechtlichen Strukturen zeigt, wie unterschiedlich Spanien vs. Deutschland für Startups den Weg zur Gründung gestalten.
🇩🇪 Deutschland: Strukturiert, rechtssicher – aber kapitalintensiver
Deutschland bietet ein etabliertes, rechtssicheres System für Startups.
GmbH
Mindestkapital: 25.000 € (davon 12.500 € bei Eintragung)
Vorteile: Haftungsbegrenzung, Beteiligungsfähigkeit, Umwandlung in AG möglich
Gründungskosten (ohne Stammkapital): ca. 4.000–5.000 €
UG (haftungsbeschränkt)
Kapital: ab 1 €, Rücklagenpflicht bis 25.000 €
Vorteile: schnelle Gründung, gleiche Haftungsbegrenzung wie GmbH
Gründungskosten: ca. 330–1.000 €
FlexCo
Kapital: ab 10.000 € (davon 5.000 € bar)
Vorteile: moderne Struktur, Mitarbeiterbeteiligungen möglich, international anschlussfähig
Gründungskosten: ähnlich GmbH, ca. 4.000–5.000 €
Weitere Optionen: AG, GmbH & Co. KG, eGbR, OHG, gGmbH (für Sonderfälle)
👉Kurzfazit: Deutschland punktet mit hoher Rechtssicherheit und Investorenfreundlichkeit, erfordert aber höheres Kapital und mehr bürokratischen Aufwand.
🇪🇸 Spanien: Schnellere Gründung, niedrigere Kosten – aber regional unterschiedlich
Spanien hat gezielt Reformen umgesetzt, um Unternehmensgründungen zu erleichtern.
Sociedad Limitada (SL / SLU)
Mindestkapital: 3.000 € (Gründung ab 1 € möglich)
Vorteile: einfache Struktur, Haftungsbegrenzung, Online-Registrierung
Bedingung: 20 % des Gewinns wird zurückgelegt, bis 3.000 € erreicht sind
Gründungskosten: ca. 1.500–3.000 € (Notar, Handelsregister, Beratung)
Sociedad Limitada Nueva Empresa (SLNE)
Kapital: 3.012–120.000 €
Vorteile: Gründung oft innerhalb von 48 h online, 1–5 Gesellschafter, Steueraufschub möglich
Weitere Formen: Sociedad Anónima (S.A.), Autónomo (Einzelunternehmer), Sociedad Civil, Sociedad Laboral
👉Kurzfazit: Spanien überzeugt durch niedrigere Einstiegshürden, digitale Prozesse und schnelle Gründung, erfordert aber gute Vorbereitung wegen regionaler Unterschiede und teils geringerer Standardisierung.
Auf einen Blick Deutschland vs. Spanien – Gründungskosten und Gesellschaftsformen
🇩🇪 Deutschland
Gesellschaftsformen: GmbH, UG (haftungsbeschränkt), FlexCo, AG, GmbH & Co. KG, weitere Spezialformen
Kapitalbedarf: 1 € (UG) – 25.000 € (GmbH), FlexCo ab 10.000 €
Gründungskosten: UG ca. 330–1.000 €, GmbH/FlexCo ca. 4.000–5.000 €
Vorteile: hohe Rechtssicherheit, Investorenfreundlichkeit, Beteiligungsfähigkeit, international anschlussfähig
Herausforderung: höheres Kapital, bürokratischer Aufwand
🇪🇸 Spanien
Gesellschaftsformen: SL / SLU, SLNE, S.A., Autónomo, Sociedad Civil, Sociedad Laboral
Kapitalbedarf: ab 1 € (SL) – 120.000 € (SLNE)
Gründungskosten: ca. 1.500–3.000 € (Notar, Handelsregister, Beratung)
Vorteile: niedrige Einstiegshürden, digitale Prozesse, schnelle Gründung, besonders für kleine Teams geeignet
Herausforderung: regionale Unterschiede, teils geringere Standardisierung, gute Vorbereitung nötig
🤝Gemeinsam: Der Erfolg hängt in hohem Maße vom Geschäftsmodell, der Teamgröße, der Skalierbarkeit und der gewählten Strategie im Rahmen von Spanien vs. Deutschland für Startups ab.
ℹ️ Hinweis für Gründer und Investoren
Kosten und Aufwände variieren regional deutlich: Mieten, Gehälter, Steuern und Verwaltungsgebühren sollten immer im Gesamtkontext kalkuliert werden. Für internationale Gründer kann es sinnvoll sein, eine Hybridstrategie zu prüfen – z. B. operative Gründung in Spanien, Holding in Deutschland.
Rechtlicher Rahmen & wesentliche Voraussetzungen für Startups
Die Wahl des Standorts bestimmt nicht nur die Kosten und das Ökosystem, sondern auch die rechtlichen Pflichten und steuerlichen Rahmenbedingungen. Ein Vergleich zwischen Deutschland und Spanien zeigt, welche Aspekte Gründer beachten sollten.
🇩🇪 Deutschland: Etablierte Strukturen, hohe Sicherheit
Haftung:
Kapitalgesellschaften (GmbH, UG): Gesellschafter haften meist nur mit Einlage.
Personengesellschaften (z. B. GbR): Haftung mit Privatvermögen.
Steuern & Buchhaltung:
Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer.
Pflicht zu Buchführung, Jahresabschlüssen, Steuererklärungen.
Regulatorische Anforderungen:
DSGVO, Impressumspflicht, Arbeitsrecht.
Branchenspezifische Genehmigungen möglich.
Gründungshürden & Compliance:
Bürokratische Abläufe, Meldungen an Behörden.
Einhaltung von EU-Startup-Compliance sind relevant für Investoren.
Investorensicht:
Reporting-Pflichten, Gesellschafterrechte, Beteiligungsstrukturen entscheidend für Skalierung und B2B-Partnerschaften.
🇪🇸 Spanien: Flexible Strukturen, schnellere Gründung
Haftung:
Sociedad Limitada (SL / SLU) & SLNE: Gesellschafter haften nur mit Einlage.
Autónomo (Einzelunternehmer) oder Sociedad Civil: volle Haftung mit Privatvermögen.
Steuern & Buchhaltung:
Körperschaftsteuer (Impuesto de Sociedades), Mehrwertsteuer (IVA), Einkommensteuer für Einzelunternehmer.
Buchführungspflichten abhängig von Gesellschaftsform und Umsatz.
Jahresabschlüsse und Steuererklärungen erforderlich.
Regulatorische Anforderungen:
DSGVO, Impressumspflicht, Arbeitsrecht.
Branchenspezifische Genehmigungen möglich.
Online-Registrierung erleichtert Eintragungen.
Gründungshürden & Compliance:
Niedrigere bürokratische Hürden als in Deutschland.
Einhaltung steuerlicher und arbeitsrechtlicher Vorgaben entscheidend für Investoren.
Investorensicht:
Reporting-Pflichten, Beteiligungsrechte und klare Unternehmensstrukturen wichtig für Finanzierung und Wachstum.
Auf einen Blick: Deutschland vs. Spanien für Startups - Bürokratie, Behörden und kleine Stolperfallen
🇩🇪 Deutschland:
Überzeugt mit solider Infrastruktur, etablierten Startup-Zentren und hoher Rechts- sowie Investitionssicherheit. Höhere Bürokratie und Gründungskosten sollten jedoch einkalkuliert werden.
🇪🇸 Spanien:
Punktet durch schnelle Gründung, steuerliche Vergünstigungen und attraktive Bedingungen für skalierbare, innovative Startups. Das Marktvolumen ist allerdings kleiner.
🤝Gemeinsam: Erfolg hängt entscheidend vom Geschäftsmodell, Team, Skalierung und Zugang zu Finanzierung ab.
ℹ️ Hinweis für Gründer und Investoren: EU-Compliance Gesetz
Das geplante EU-Gesetz zur Unternehmenssorgfaltspflicht (CSDDD) tritt bis 2027 in nationales Recht um. Kernpunkt: Unternehmen müssen menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken in eigener Tätigkeit und Lieferketten identifizieren und adressieren.
👉 Mehr erfahren
Hintergrund & Zeitplan: Verabschiedet am 25. Juli 2024, Umsetzung in nationales Recht bis spätestens 26. Juli 2027, vollständige Anwendung bis 26. Juli 2029.
Was Unternehmen tun müssen: Risiken für Menschenrechte und Umwelt in den eigenen Aktivitäten sowie in Liefer- und Wertschöpfungsketten erkennen und adressieren.
Für Startups relevant: Schon jetzt Nachhaltigkeitsaspekte ins Geschäftsmodell und in Lieferbeziehungen einbeziehen, um späteren Pflichten gerecht zu werden.
Praxis-Tipp: Frühzeitig informieren und bei Bedarf rechtliche Beratung einholen, um die eigene Compliance sicherzustellen.
Förder- und Finanzierungsprogramme für Startups
Die Finanzierung ist ein zentraler Faktor für Startups – nicht nur für die Gründung, sondern auch für Wachstum und Skalierung. Deutschland und Spanien bieten unterschiedliche Strukturen, die Gründer kennen sollten.
🇩🇪 Deutschland: Klassische Förderlandschaft
Öffentliche Förderprogramme:
Zuschüsse, Innovations- und Technologieprogramme.
Gründerwettbewerbe wie EXIST (BMWK, 2025).
Förderbanken wie die KfW bieten zinsgünstige Kredite (KfW, 2025).
Risikokapital:
Deutschland liegt im europäischen Vergleich im Mittelfeld bei VC-Investitionen (cf-fachportal.de, 2025).
Private Investoren investieren eher konservativ, was Startups am Anfang oft vor Herausforderungen stellt.
Geplante Verbesserungen:
Entwürfe für neue Gesetzgebung sollen steuerliche Bedingungen für VC verbessern und Bürokratie abbauen (BMWK, 2025).
🇪🇸 Spanien: Dynamisches Wachstumsumfeld
Öffentliche Förderung:
Zugang zu Programmen wie ENISA (partizipative Darlehen), CDTI-Subventionen und Kit Digital (Ministerio de Industria, 2025).
Risikokapital:
2025 bisher rund 2,6 Mrd. € VC für Startups, +15 % gegenüber 2024 (BPS Channel Partner, Okt. 2025).
Gesamtvolumen des Ökosystems: über 110 Mrd. € – mehr als Verdopplung seit 2020 (El Referente, 2024).
Alternative Finanzierungsformen:
Venture Debt wird zunehmend genutzt (>2,3 Mrd. € 2024, El Referente, 2024).
Beteiligungen etablierter Unternehmen nehmen zu, wodurch hybride Finanzierungsmodelle entstehen.
Auf einen Blick: Deutschland vs. Spanien - Förderprogramme, Finanzierungswege und Geldquellen
🇩🇪 Deutschland:
Starker Fokus auf klassische Förderprogramme und staatliche Unterstützung. Risikokapital noch unterdurchschnittlich, Reformen geplant (BMWK, 2025; cf-fachportal.de, 2025).
🇪🇸 Spanien:
Schnell wachsendes VC-Ökosystem, hybride Finanzierungsformen und klare Förderbedingungen durch das Startup-Gesetz Ley 28/2022 (BPS Channel Partner, Okt. 2025; El Referente, 2024).
👉Für Gründer: Wer auf staatliche Zuschüsse und bewährte Programme setzt, ist in Deutschland gut aufgehoben. Wer schnell skalieren und externe Investoren einbinden möchte, findet in Spanien attraktive Möglichkeiten.
Deutschland vs. Spanien – Chancen & Herausforderungen für Startups
Die Standortwahl zwischen Spanien vs. Deutschland für Startups hängt stark von individuellen Wachstumszielen, Kapitalbedarf und Marktstrategien ab.
🇩🇪 Deutschland
Chancen & Stärken
Starke Basis in Forschung & Entwicklung, viele Patente, hochqualifizierte Fachkräfte.
Führend in traditionellen Industrien: Automobil, Maschinenbau, Chemie.
Qualifizierte Arbeitskräfte durch das duale Berufsbildungssystem.
EU-weit gutes Ranking bei Innovationskraft.
Herausforderungen & Schwächen
Deutschland hängt bei der Digitalisierung im Vergleich zu anderen EU-Ländern, z. B. Spanien, zurück.
Dynamik im Risikokapital noch unterdurchschnittlich, insbesondere bei großen VC-Runden und Wachstumsfinanzierungen.
Wenige Börsengänge von Unicorns; globale Wettbewerbsfähigkeit teilweise begrenzt.
Deutschland wird international als Standort mit schwindenden Stärken wahrgenommen, was zu einem Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen führt.
Deutsche Unternehmen verlagern zunehmend ihre Produktion ins Ausland.
🇪🇸 Spanien
Chancen & Stärken
Führend bei Digitalisierung, 5G, Open Data und KI-Umfeld.
Starker Gesundheits- und Nachhaltigkeitssektor.
Hohe Erfolgsquote bei der Vermarktung innovativer Produkte.
Gut ausgebildete Fachkräfte mit digitalen Kompetenzen.
Stabile digitale Infrastruktur und wachsendes VC-Ökosystem.
Herausforderungen & Schwächen
Investitionen in Forschung & Entwicklung (I+D) noch ausbaufähig.
Beschäftigung im Innovationssektor muss weiter gestärkt werden, um europäische Spitzenländer wie Deutschland zu erreichen.
Politische Zersplitterung behindert Entscheidungsfindung und Reformen.
Produktivität liegt im Vergleich zu anderen Ländern noch unter dem Durchschnitt.
Auf einen Blick: Deutschland vs. Spanien – Chancen & Herausforderungen für Startups
🇩🇪 Deutschland:
Starke Industrie- und Forschungsbasis, etablierte Strukturen und hohe Rechtssicherheit. Wachstumskapital ist begrenzt, bürokratische Hürden können die Dynamik bremsen. Sinkende Attraktivität auf internationaler Ebene und Verlagerung von Produktion ins Ausland stellen zusätzliche Herausforderungen dar.
🇪🇸 Spanien:
Digital offen, agil und mit wachsendem Investoreninteresse. Investitionen in Forschung & Entwicklung könnten noch ausgebaut werden, um das volle Potenzial zu entfalten. Politische Zersplitterung und relativ geringe Produktivität sind aktuelle Hemmnisse.
👉Kernaussage: Beide Standorte bieten solide Chancen – der Erfolg hängt maßgeblich von Geschäftsmodell, Team, Skalierungsstrategie und Vernetzung mit Investoren ab.
Schlussworte & Handlungsempfehlungen
Deutschland überzeugt mit Stabilität, Rechtssicherheit und technischer Expertise. Kapitalbedarf, Bürokratie und Finanzierung müssen realistisch eingeplant werden. Attraktivität für Investoren sinkt, könnte sich aber durch Strukturreformen und neue Anreize verbessern.
Spanien punktet mit agiler Gründung, steuerlichen Vorteilen und innovativen Förderprogrammen. Trotz politischer Herausforderungen bleibt das Land attraktiv für Investoren – unterstützt durch Infrastruktur, Steueranreize und hohe Zuwanderung.
Realität: Selbst unter günstigen Bedingungen bleibt Gründen ein Risiko – die Zahlen sprechen eine klare Sprache:
Die Sterberate von Startups ist hoch: Acht von zehn scheitern. Rund 50 % überstehen die ersten fünf Jahre nicht, und nach zehn Jahren haben etwa 70 % aufgegeben oder sind gescheitert. (Quelle: europäische Startup-Reports & OECD-Daten)
👉Empfehlungen für Gründer in beiden Ländern:
Frühzeitig strategische Beratung einholen – etwa durch Deal Facilitators oder lokale Rechts- und Steuerexperten.
Förder- und Kostenlandschaft sorgfältig prüfen.
Finanzierungsstrategie vorausschauend planen, um Kapitalengpässe und unnötige Risiken zu vermeiden.
Schluss-Fazit: Ob Expansion nach Süden oder Norden – der Vergleich Spanien vs. Deutschland für Startups zeigt, dass beide Märkte großes Potenzial bieten, wenn Strategie, Engagement und Timing stimmen.

Wir bei AWANTGARDE unterstützen KMU, Startups und Scaleups bei B2B & Business Development, Expansion, Markterschließung und dem Aufbau authentischer Partnerschaften – von der Idee bis zur Umsetzung. Dabei helfen wir, sprachliche sowie kulturelle Stolperfallen zu vermeiden – zwischen Deutschland & Spanien.
Gender-Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Beitrag die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
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